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Digital abstimmen — wenn die Versammlung es beschließt
Je Wahlgang lässt sich eine digitale Abstimmung zuschalten: offen, namentlich oder geheim. Teilnehmer stimmen am eigenen Gerät oder in einer Wahlkabine ab; Papier und digital dürfen im selben Wahlgang nebeneinander laufen, und beide Zählungen werden addiert. Niemand bekommt beides.
Für Abstimmungen ist die verschlüsselte Übertragung Pflicht — ohne sie reist die Stimme im Klartext durch das Saal-WLAN. Mit einem echten Zertifikat, das Votura selbst beantragt, erscheint dabei auf mitgebrachten Telefonen keine Warnung.
Beim Schließen wird die Urne gemischt und als Verzeichnis gedruckt: je Zeile eine Seriennummer und die Stimme. Damit ist das Ergebnis nachzählbar wie ein Stapel Zettel — von jedem im Saal, ohne Zugriff auf den Rechner.
Die geheime digitale Wahl ist noch nicht freigegeben
Ihre Kryptografie ist nicht extern begutachtet, und ein Durchlauf mit echten Geräten in einem echten Saal steht aus. Eine Lastprobe über 500 Abläufe hält die Software ohne Fehler aus — gemessen ist damit die Software, nicht das WLAN, die Telefone und die Entfernung zum Zugangspunkt. Für eine Wahl, an der etwas hängt, bleiben Papier und die offene Abstimmung der belastbare Weg. Die Anwendung sagt das an der Stelle, an der entschieden wird.